Die verschütteten Schätze unseres Herzens wieder an die Oberfläche holen und befreien. Teil 2/2

Im Artikel „Wenn wir unserem Herzen folgen wollen, müssen wir es erst wieder finden. Teil 1/2“ ging es darum für uns zu erkennen, dass wir unseren Herzen nur dann folgen können, wenn wir auch wirklich wieder mit unserem Herzen gut verbunden sind.

Damit wir wieder mit den wunderbaren Schätzen in unserem Herzen in Kontakt kommen können, geht es aus meiner Sicht weiter darum, unser Herz, das mit Unmengen Müll überladen und überschüttet wurde, wieder frei zu legen und an die Oberfläche zu bringen.

Wie wir wissen, liegen die größten Schätze im Tiefen des Inneren verborgen und so wie wir tief im Inneren unserer Erde graben müssen, um Erdöl an die Oberfläche fördern zu können, so müssen wir in der Tiefe unseres Wesen danach graben, die Schätze unseres Herzens zu befreien.
Oder anders gesagt. So wie wir kein Erdöl tief aus dem Erdinneren bekommen können, wenn wir nur ein ein paar Meter an der Erdoberfläche Sand umbuddeln, so wird auch unser Herz nicht sichtbar werden, wenn wir nur etwas an der Oberfläche unseres (Ego)Bewusstseins kratzen.

Es gibt meiner Beobachtung nach eine Menge, eine wirklich große Menge Müll, womit unser Herz schon in den ersten Lebensjahren durch unsere unwissenden Eltern belagert wurde.
All die vielen wir müssen das so machen, wir haben so zu sein und so nicht zu sein, so sind wir falsch und so richtig, so sind wir in Ordnung und so nicht nicht in Ordnung. Wir mussten brav sein und nicht wild und verrückt. Wir mussten anständig, unsichtbar und unauffällig sein. Wir mussten uns anpassen und unterordnen. Wir mussten gehorchen und durften nicht wütend sein. Wir mussten Hausaufgaben machen, unser Zimmer aufräumen, schlafen gehen wann immer uns das gesagt wurde und das gleichgültig gegenüber unseren Herzensbedürfnissen.
Später wurden wir dazu gezwungen, in den Kindergarten und in die Schule zu gehen, obwohl wir damit vielleicht tief unglücklich waren und keinen Bock darauf hatten. Wir mussten in der Schule Berge voller Müll lernen und wurden dazu getrimmt, unseren Verstand mächtig wichtig zu nehmen, während wir unser Herz mit all seinen Gefühlen, Botschaften, Visionen, Eingebungen in die Dunkelheit verbannen mussten.
Irgendwann wurde dann unser tief weises, unendlich kluges, intuitives, allwissendes Herz mit all seinen Schätzen ganz unten in einem finsteren Keller eingesperrt, während der logische, unwissende, unendlich unfähige Verstand wie ein großer König die Führung übernahm.
Was dadurch am Ende viele von uns zu glauben gelernt haben ist, dass wir nichts Besonderes, Wertvolles, Geniales, Fantastisches in uns zu tragen scheinen und nichts wirklich Tolles zu geben haben. Gleichzeitig fingen wir an, andere (neidisch) zu bewundern, weil sie vom Leben mit so wunderbaren Talenten und Gaben beschenkt worden sind.
Da sahen wir dann die tollen Sänger und Sängerinnen, die tollen Schauspieler und Schauspielerinnen, die Coolen und Selbstbewussten, die Reichen und Schönen, die mutigen Extremsportler, die tollen Motivationscoaches, die charismatischen Gurus und die vielen anderen Lichtgestalten.
Die Frage ist, hat die Schöpfung wirklich nur einige Auserwählten eine wunderbare und besondere GABE mit in die Wiege gelegt und hat sie uns nur eine jämmerliche Spielfigur und Nebendarsteller Rolle zugeschrieben?

Für mich klar NEIN, auch wenn etliche von uns zu glauben gelernt haben, dass wir nur Statisten in einem Spiel sind, das andere zu bestimmen scheinen.

Auch wenn ein Teil in uns zu glauben gelernt hat, dass unser Leben unbedeutend ist, bin ich überzeugt davon, dass JEDER von uns, von der Schöpfung mit einem begnadeten Talent für eine ganz bestimmte Sache und Auf-GABE ausgestattet wurde. Jeder von uns besitzt in sich einzigartige Schätze, die absolut kostbar sind und die in unserer Welt unverzichtbar gebraucht werden.
Es ist DAS einzigartige besondere Ding, das jeder von uns in seinem Herzen trägt und das wir speziell für dieses Leben uns zur Freude mitgebracht haben.
Was auch immer es ist, es ist tief in uns begraben und zwar so tief, dass wir zu glauben gelernt haben, dass wir in unserem Herzen keine besonderen wertvollen Qualitäten in uns tragen und leicht verzichtbar sind.
Doch sind wir wieder entschlossen genug zu den genialen Schätzen unseres Herzen vordringen zu wollen und sind wir bereit, die aufkommenden inneren und äußeren Kämpfe auszufechten, dann werden wir als Ernte unserer Bereitschaft unsere wunderschönen Gaben, unsere fantastischen Talente und unsere einzigartigen, unvergleichlichen Fähigkeiten zurück gewinnen.
Wir dürfen nur eins nicht tun. Aufhören, unser wahres, einzigartiges, lichtvolles Herz wieder finden zu wollen.
Wenn wir wirklich beharrlich dranbleiben unsere einzigartigen Gaben, Talente, Fähigkeiten entdecken zu wollen, müssen sie wieder zum Vorschein kommen.

Der Verstand mit dem Eltern Ich versucht uns bei der Suche zu unserem wahren Herzen gerne einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen und will uns einreden, was willst du schon. Was willst du schon Yogalehrer werden, da gibt es schon so viele, die das machen und die viel talentierter sind als du. Was willst du Maler werden, das ist nur brotlose Kunst.Was willst du Sänger oder Sängerin werden, die anderen sind doch viel besser als du. Was du willst ein Buch schreiben, es gibt schon so viele davon und was hast du schon zu sagen. Was du willst eine neue Toilette erfinden, wo du auch gleich deine negativen Gedanken mit herunterspülen kannst. Du arme(r) Träumer(in) und Spinner(in).

Diese Stimmen begleiten uns von unserer Kindheit auf an und sie kleben an unserem mentalen und leiblichen Körper wie Pech und schwarzes lähmendes Gift.
Sie versuchen zu blockieren, zu manipulieren und zu sabotieren wo es nur geht und haben meistens auch Erfolg damit. Aber sie haben nur solange Erfolg, bis wir anfangen wirklich NEIN zu sagen und anfangen, diesen zerstörenden Stimmen immer mehr ihre Macht zu nehmen.

Ich bin mir sicher, jeder von uns kann es schaffen, sich über all diese negativen Stimmen hinwegzusetzen und kann es schaffen, sich in eine bessere, höhere und schönere Lebensdimension einzuschwingen.

Erkennen wir gleichzeitig auch, dass diese scheinbar zerstörenden, negativen Stimmen uns letztendlich nur prüfen wollen, für was für ein Leben wir uns entscheiden. Entscheiden wir uns dafür, den negativen (Eltern ich) Stimmen glauben zu schenken, was für ein Leben in der Schwere, im Mangel, in Krankheit, in Ohnmacht, in Hoffnungslosigkeit, im Verlierer da sein, steht. Oder entscheiden wir uns für ein Leben wo alles möglich ist, was für Erfolg, Reichtum, grenzenlose Freiheit, Unabhängigkeit und tiefster Liebe steht.

Jeden Tag, ob bewusst oder unbewusst, entscheiden wir uns für die eine oder andere Seite des Lebens. Manchmal wechseln wir auch täglich die Positionen.

Lernen wir wieder, uns auf die Seite des Lebens einzuschwingen, die uns mit Wohlgefühl, innerem Frieden, Urvertrauen, Getragensein, Geborgenheit und bestens versorgt sein beschenkt und lernen wir wieder das Leben zu leben, das wirklich unserem Herzen entspricht und zwar solange, bis unser Leben wieder ein aneinanderreihendes Fest der Freude ist.

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